Verfahren zur Registrierung der Aktionspotentiale des Herzens, die von der Körperobefläche oder intrakardial abgeleitet und als Kurven aufgezeichnet werden.
Der Elektrokardiograf ist ein empfindliches Messgerät und wurde entwickelt, um die Herzstromkurven zu messen und aufzuzeichnen. Das Gerät ist mit einer Art Schreibgerät verbunden, um die Herzströme verstärkt sichtbar zu machen und für die Auswertung aufzuzeichnen.
Der Elektrokardiograph kommt bei der Routineuntersuchung bzw. beim Gesundheitscheck zum Einsatz – nicht wie das Elektrokardioskop zur Überwachung der Herztätigkeit auf der Intensivstation oder der Herzdiagnostik in Notfallsituationen.
Aufgezeichnet wird das Elektrokardiogramm (EKG) auf Grafikpapier mit Millimetereinteilung – es werden EKG-Intervalle, -Wellen und –Zacken dargestellt, die den Ablauf der Herztätigkeit zeigen.
Dazu werden dem Patienten Metall-Elektroden an der Haut von Brust, Armen und Beinen angebracht. Die Elektroden sind via Drähten mit dem Gerät verbunden. 6 Punkte an der Brustwand und an den Gliedern des Handgelenkes und der Knöchel sind genau definiert, um die Vergleichbarkeit verschiedener Messungen zu gewährleisten. In der Regel wird zur besseren Leitfähigkeit ein leitendes Gel angebracht oder feuchtes Elektroden-Papier verwendet.
In speziellen Fällen – z.B. während eines herzchirurgischen Eingriffes – werden die Herzströme direkt vom Herzen zur Aufzeichnung gebracht.